Wir über uns

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Warum Kerbholz ?

Jeder kennt das geflügelte Wort: Da hat einer „etwas auf dem Kerbholz“. Er hat etwas angestellt. Und meistens nicht zum ersten Mal. Er ist verdächtig. Und wenn irgendwo in seiner Nähe etwas passiert, gehört er zu den ersten, an die man denkt. Eben einer, dem man alles zutraut – oder?

Dieses Kerbholz gab es einmal tatsächlich. Gerade einfache Landarbeiter und Bauern konnten im Mittelalter weder schreiben noch lesen oder rechnen. Das galt selbst für viele Auftraggeber wie Gutsbesitzer oder örtliche Adlige, und deren Aufseher. 

Wie aber sollte man die Arbeiter gerecht entlohnen für Dienste wie die Bestellung der Felder, das Fällen von Bäumen im Wald, das Roden eines neuen Ackers oder die Anlage eines Grabens? Sonntage, schlechtes Wetter oder andere Aufgaben unterbrachen oft die Arbeit. Nicht jeder Aufseher konnte sich da alle Helfer und alle ihre Arbeitstage im Kopf merken. Warum also nicht einfach ein Stück Holz nehmen und für jeden Arbeitstag eine Kerbe mit dem Messer machen?

Aber das wäre dann doch zu einfach gewesen! Und die Menschen waren damals unwissend, aber nicht dumm. Ein kontrollierbares System musste her, bei dem Arbeiter und Aufseher den Überblick behielten und keiner den anderen betrügen konnte. 

Die Lösung: Nicht ein Stock, sondern zwei – etwa gleich lang – waren das Kerbholz! Den einen bekam der Arbeiter, den anderen behielt der Aufseher. Eingekerbt wurden sie jeweils parallel, und nur bei Übereinstimmung des ganz unverwechselbaren Kerbenmusters gab es am Ende den gerechten Lohn. Verschlüsselungstechnologie à la Mittelalter, die auch uns heutigen Menschen zeigt, worauf es ankommt: Genau hinschauen und die Fähigkeiten jedes einzelnen erkennen. Wie im Kerbholz 28.

Wer kennt ihn nicht, den berühmte Tallyman von Harry Belafonte? Der Tallyman geht noch heute in der Karibik von Boot zu Boot und misst mit seinem 'Tally', seinem Kerbholz, die angelieferte Ware.

 



Wieso 28?

Im Kanton Bern ist es möglich, dass Kinder und Jugendliche vom Schulunterricht ausgeschlossen werden können.

Am 5. September 2001 beschloss der Grosse Rat des Kantons Bern eine Änderung des Volksschulgesetzes vom 19. März 1992 (VSG/BE; BSG 432.210). Geändert wurde dabei unter anderem Art. 28 VSG/BE. 

Somit ist der Artikel 28  wichtig und lebensentscheidend für jemand, der nur aus der Sicht der anderen oder auch mal gerechtfertigt, etwas auf dem Kerbholz hat.

Genau hinschauen, das ist die Philosophie von KerbHolz28. Denn wer hinschaut, kann Situationen erkennen und lenken. Es geht nicht um Schuld, es geht darum zu lernen, wie wir unseren Kindern eine föhliche und seelisch gesunde Kindheit bieten können. 12 Wochen sind lang wenn man sie mit Frust und Abwertung füllt, aber sie sind nichts im Vergleich zum ganzen Leben. Diese 12 Wochen können vieles verändern. Lasst uns sie nutzen; zu Gunsten der Kinder und Jugendlichen!